Haarausfall
Haarausfall, wer kennt dieses Problem nicht?! Aber was tun dagegen?
Sie sollten nicht beunruhigt sein, wenn sie einmal ein paar mehr Haare als üblich in der Haarbürste finden. Dieses gehört zum ganz normalen natürlichen Kreislauf. Das Haar erneuert sich ständig – altes Haar fällt aus, neues wächst nach. Kein Grund zur Sorge. Erst bei einem Ausfall von circa 80-100 Haaren täglich spricht man von Haarausfall.
Man unterscheidet zwischen 3 Arten: kreisrunder Ausfall, diffuser Ausfall und hormonell-erblicher Ausfall:
- Beim diffusen Ausfall verteilt sich der Haarverlust über den ganzen Kopf hinweg, so dass das Haar im ganzen lichter und weniger füllig wirkt. Im Gegensatz zu den 2 anderen Arten ist diese Variante jedoch meistens nur vorübergehend und basiert oftmals auf falscher Medikamenteneinnahme oder Infektionskrankheiten.
- Beim kreisrunden Ausfall beschränkt sich der Haarverlust auf eine bestimmte kreisförmige Stelle am Kopf. Diese Form der Erkrankung tritt nicht wie vermutet nur bei Männern auf, sondern in jeder Altersschicht bei Frauen und Männern gleichermaßen. Die Gründe für diese Erkrankung sind aber bis heute nicht geklärt.
- Beim erblich bedingten Ausfall sind Hormonstörungen oder die erblich bedingte Veranlagung die Ursachen. Bei dieser Form lichten sich die Haare meistens an Stirn oder Scheitel. In diesen Fällen reagiert die Haarwurzel sehr empfindlich auf körpereigene Hormone welche das Haarwachstum steuern. Für die Betroffenen dieser erblich bedingten Form gibt es weniger Behandlungsmöglichkeiten, da die Ursachen gentechnisch im Erbgut veranlagt sind.
Für jede Form des Haarausfalls gibt es verschiedene Arten der Haarausfall-Behandlung:
- 1. Therapie mit Alfatradiol: Bei dieser Therapie wird die Alfatradiollösung auf die Kopfhaut aufgetragen. Dieser Wirkstoff, welcher apothekenpflichtig ist, bewirkt, dass die Rückbildung bestehender Haarwurzeln gestoppt oder zumindest gemindert wird. Es handelt sich hierbei um keinen hormonellen Wirkstoff, so dass sowohl Männer als auch Frauen diese Therapiemöglichkeit anwenden können.
- 2. Therapie mit Finasterid: Dieser verschreibungspflichtige Wirkstoff hat einen Einfluss auf den Hormonhaushalt und ist ausschließlich für Männer zugelassen. Er wird als Tablette eingenommen, ein Erfolg ist etwa nach 4 – 6 Monaten zu sehen. Allerdings muss bei bei dieser Möglichkeit mit einer Beeinträchtigung des Sexuallebens gerechnet werden.
- 3. Therapie mit Antiandrogene: Ebenfalls verschreibungspflichtig ist das Hormonpräparat Antiandrogene. Es verhindert, dass sich Androgene, welche für den Haarausfall verantwortlich sind, an die Haarwurzel binden und zerstören. Diese Therapie ist jedoch mit vielen Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Stress, verbunden, so dass diese Form der Therapie eher nicht empfohlen werden kann.
- 4. Therapie mit Minoxidil: Dieses Präparat kann zu einer Neubildung von Blutgefäßen in der Kopfhaut beitragen und damit möglicherweise eine Neubildung der Haarwurzeln anstoßen. In seltenen Fällen wird jedoch durch Minoxidil eine Erniedrigung des Blutdrucks, sowie Schwindel und Kopfschmerzen hevorgerufen. Auch nachgewiesen ist, dass bei einigen Frauen die Behaarung im Gesicht zunimmt.
Für welche Haarausfall-Behandlung Sie sich auch entscheiden. Wichtig ist, dass Sie sich einem Arzt anvertrauen, welcher Sie auf Allergien und Nichtverträglichkeiten testet. Denn nicht jedes Medikament eignet sich für jede Art von Ausfall. Und nicht jedes Medikament eignet sich für Sie! Bei der Vielfalt von Haarausfall-Behandlungen lässt sich mit Sicherheit oftmals eine gute Möglichkeit finden, den Ausfall mindestens zu reduzieren.
